Pizza sin formaggio per favore

Jedes Jahr (na gut, es war erst das zweite Jahr in Folge) gehen meine Grundschulforeverbff Pia und ich ein paar Tage weg und fliehen gemeinsam aus unserem verrückten Alltag. Viele Kilometer trennen uns, aber die vier/fünf Tage gönnen wir uns und unserer Freundschaft. An dieser Stelle vielen Dank, für all die Jahre Deiner Freundschaft. Inzwischen auch schon 18 oder 19 an der Zahl ♥

Nunja, wo geht es denn dieses Jahr hin, fragten wir uns. Beide Geldbeutel ziemlich demoliert von Umzügen und dem normalen Wahnsinn. Da entschieden wir uns für Campen am Gardasee. Wir, beide seit Kindestagen nicht mehr im Zelt gelegen und beide eigentlich ohne gute Erinnerungen an Zeltlager und dergleichen.. Das kann ja was werden ;) Aber wir freuten uns wie Bolle und all unsere negativen Zelterfahrungen aus der Kindheit wurden in diesen vier Tagen revidiert. Trotz eines heftigen Unwetters!

Donnerstag, den 4. August ging es also los nach Brenzone. Brenzone sul Garda liegt eher an der Spitze des Sees und ist Treffpunkt für Windsurfer und andere coole Typen. Auch auf unserem Campingplatz gab es einen Kitesurf-Stützpunkt. Dank des Monte Baldo im Hintergrund (nicht der Berg, auf dem Bild!) ist Brenzone einfach ein einziger Augenschmaus.

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Schon die Fahrt war ein Fest. Girlieparty von München nach Italien. Ganz ohne Stau und ohne andere Komplikationen. Natürlich mit veganer Verpflegung für mich im Gepäck. Der kleine blaue Flitzer von Pia diente uns in den folgenden Tagen überaus treu. Wir lebten quasi aus ihm – Bilder gibt es an dieser Stelle nicht, da Freunde (mein Vater), die Bilder sahen, es als „abartigsten Assilifestyle“ betitelten. Ich möchte ja keine schlechten Eindrücke hinterlassen… ;) Aber man sieht im Hintergrund schon die Allzweck-Ikeatasche.. Lasst eurer Phantasie freien Lauf.

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Nachdem das Zelt stand und wir stolz wie Oskar waren mussten wir am nächsten Morgen das 1. Mal an Futter denken. Wie gut, dass wir vorgesorgt hatten. Ich hatte uns den Hirsebrei mit Äpfeln von Attila Hildmann vorbereitet. Absolut nicht appetitlich oder ansehnlich… Bitte verzeiht meine nicht so hübschen Bilder. Meist sind sie nur schnell mit dem Smartphone geblitzt worden, bevor das Essen in unseren hungrigen Mägen verschwand..

Abends gab es dann eigentlich immer Dosenfutter von Alnatura oder Salat mit sonnengereiften, italienischen Tomaten und Avocado. Vor Ort habe ich mir super leckere grüne Oliven geleistet, die hielten auch ziemlich lange. Yummie! Sogar einen kleinen Campinggrill hatten wir im Gepäck. Ich sag nur – Campingdeluxe! Den Kichererbseneintopf von Alnatura kann ich nur empfehlen! Sieht zwar echt echt eklig aus, schmeckt aber (für Dosenfutter) echt gut! Auch weiße Riesenbohnen in Tomatensauce waren im Gepäck sowie Gemüseravioli, ebenfalls von Alnatura. Die Ravioli waren ehrlichgesagt nicht so mein Fall. Aber das ist ja Geschmacksache.

Italien, zumindest die Region Gardasee, hat sich tatsächlich als geeignet für veganes Leben entpuppt. In jedem Supermarkt gab es mindestens Sojamilch, wenn nicht sogar Mandel- und Reismilch. In Riva del Garda befand ich mich sogar im kleinen Paradies. Hier gab es im Supermarkt einen eigenen veganen Bereich. Zurück nach Brenzone: Sojamilch entdeckt, Haferflocken und Früchte. Fertig ist der Tagesstarter. Gibt Power und schmeckt einfach genial. Das Einzige, was ich als sehr störend empfand, waren die vielen Plastikverpackungen. Wir waren in einem kleinen Supermarkt, in dem wirklich ALLES eingeschweißt war. Sogar Bananen und Knoblauch. Als ich das sah, drehte ich um und ging wieder.. Leider hatte ich keine Kamera oder Handy zum Fotografieren dabei. Ich hätte euch das zu gern gezeigt! Mit zu Berge gestellten Haaren und Wut im Bauch suchte ich mir einen Supermarkt, der nicht GANZ SO SCHLIMM war. Zwar musste ich auch im kleinen Spar im Dorf Abstriche machen, aber die waren zu Vereinbaren.

In Malcesine, einem süßen Örtchen direkt am See, entdeckten wir dann auch noch eine Eisdiele, die veganes Eis anbot. Wie gut! Ich habe mich innerlich schon damit abgefunden in Italien kein original Gelato essen zu können. In der Gelateria Cento per Cento Fabrizio unterhalb des Castellos gab es Schokolade, Vanille, Haselnuss und Pistazie vegan. Ich entschied mich für Haselnuss und Pistazie. Ein Traum!  In der Burgkulisse dieses Eis genießen zu können, das macht einfach happy.

 

Und auch Verona überraschte mich mit veganem Speiseangebot! Pia wollte unbedingt Pizza essen, wenn wir schon in Italien sind.. Na gut, dann gehen wir eben in ein Restaurant und ich werde schon was finden, dachte ich mir. Und siehe da! Vegan markierte Speisen auf der Menükarte. Italien, ich liebe dich! Das Restaurant findet ihr auf dem Dante-Platz. Allerdings hat die Pizza von Pia nicht sonderlich gut geschmeckt und mein Essen war für meinen Geschmack auch etwas zu fettig und mit 10,50€ für diese überschauliche Portion auch recht teuer. Obwohl man bedenken muss, dass wir mitten in Verona auf einem Touriplatz saßen.

 

Als krönenden Abschluss sozusagen, gab es für mich dann doch noch eine Pizza! Auf dem Rückweg nach München machten wir einen Zwischenstopp in Riva del Garda um etwas zu essen und uns noch ein paar Stündchen entspannt an den überfüllten Strand zu legen. Hier bekam ich im Restaurant des Camping Bavaria vegane Pizza! Pizza Funghi sin formaggio per favore! Der Kellner lachte und sagte „vegan?“. Ich bejahte und bekam von einem süßen, grinsenden italienischen Kellner meine vegane Pizza mit Pilzen zum perfekten Abschluss unseres Kurzurlaubs.

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Verfasst von

Hello! Ich bin Alexa und freue mich, dich auf meinem Blog begrüßen zu dürfen. Diese Erde liegt mir am Herzen und deswegen versuche ich sie jeden Tag ein bisschen besser zu machen - natürlich vegan. Sei dabei und lass dich inspirieren :)

2 Kommentare zu „Pizza sin formaggio per favore

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