Cuban Blackbeansoup

Nicht schön, aber geil. Entschuldigt diese Ausdrucksweise. Ich will mich auch nicht zu hoch loben, aber am Ende gilt das Lob der kubanischen Küche und nicht mir. Während drei Wochen Kuba haben wir jede Blackbeansoup genossen und immer ziemlich reingehauen, bis die Bäuche spannten. Die Suppe ist leider eine der wenigen kulinarischen Köstlichkeiten, die ich euch mitbringen kann. Kubas Küche ist nicht gerade abwechslungsreich, geschweige denn, würzig. Ich wusste zuvor nicht, wie glücklich trockenes Salz und Pfeffer machen können. Durch die Luftfeuchtigkeit ist alles verklebt, sodass man sein Essen nicht wirklich würzen kann.

Bei der Blackbeansoup allerdings, hatte man regelrecht eine Geschmacksexplosionen im Mund. Plötzlich waren da Aromen und eine gewisse Grundwürze, die wir bisher vergeblich vermissten. Die erste Blackbeansoup wurde uns in Trinidad im Casa Particulares von Miriam kredenzt. Unterkunft, vor allem Badezimmer, kurz vor dem Auseinanderfallen – aber Essen war super – also, was will man mehr?! Insgesamt war Trinidad einfach megaaaa! Aber dazu gibts einen ganz eigenen Beitrag, das würde sonst den Rahmen hier sprengen.

Um diese tolle Kubaerinnerung zu konservieren, ging es für mich in Deutschland eigentlich sofort in den Asiashop, um schwarze Bohnen zu besorgen. Die Maniokwurzel habe ich noch original aus Kuba mitgeschmuggelt ;) Gibts aber in vielen Asia – und/oder Afrikashops. Viele Varianten, vor allem in Restaurants, sind aber sowieso ohne Maniok. Weil unsere erste Suppe aber die kartoffelartige Wurzel beinhaltete, gehört sie für mich da einfach rein. Punkt.

Nach stundenlangem Kochen – rechnet einiges an Zeit ein! – und herumprobieren, meinte ich tatsächlich, den Geschmack Kubas auf meiner Zunge zu schmecken. Meine Kreation kommt dem kubanischen Original aus Trinidad echt ganz schön nah! Ich kanns kaum fassen und freu mich wie Bolle, euch heute das Rezept dafür zu präsentieren :)

Für 2 Portionen (ohne Reisbeilage) benötigt ihr:

  • 1 Tasse schwarze Bohnen
  • 2 EL Olivenöl
  • 5 Lorbeerblätter
  • 1,5 Msp. Chili Habanero
  • 2 TL Sojasauce
  • 3 TL heller Balsamico
  • 2 TL Gemüsebrühe (Pulver)
  • 1 Maniok (ca. 20 cm)
  • Salz, Pfeffer, Cumin, Paprikapulver
  • Wasser (4:1 zu Bohnen)
  • ZEIT!

Und so steht bei euch bald Che Guevara auf dem Tisch:

Die Bohnen in ein Sieb geben und gut abbrausen. In einer Schüssel mit Wasser übergießen, bis die Bohnen ungefähr drei Finger breit davon bedeckt sind. Das Ganze über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag die Bohnen wieder in einem Sieb abwaschen. Zwiebeln und Knoblauch schneiden und zu dem erhitztem Olivenöl in einen großen Topf geben. Wenn die Zwiebeln und der Knoblauch leicht angebräunt sind, auch die gewaschenen Bohnen sowie den Lorbeer dazugeben. Jetzt ungefähr vier mal so viel Wasser, wie Bohnen zusammen mit 2 TL Gemüsebrühpulver zu den Bohnen mischen. Hier ist es wichtig, dass die Bohnen gut mit Wasser bedeckt sind.

Jetzt heißt es erstmal: Warten. Das Gemisch für ungefähr eine Stunde köcheln lassen. In der Zwischenzeit Maniok schälen und in ca. drei cm. dicke Scheiben schneiden. Kubanische Musik versüßt die Wartezeit ungemein. Nach besagter Stunde die Maniok zu den Bohnen geben und mit Sojasauce, Salz, Pfeffer, Cumin, Chili und Paprikapulver würzen. Falls noch Wasser benötigt wird, einfach immer wieder nachschütten, sodass es eine Suppe bleibt, aber dennoch nicht zu wässrig ist. Die perfekte Konsistenz ist später eine etwas dickflüssigere Suppe, jedoch nicht so dick wie zum Beispiel eine Kürbiscremesuppe. Lasst das Ganze eine weitere Stunde köcheln. Dann den Balsamico hinzufügen und Abschmecken. Ein erster Probiertest gibt euch sicher Aufschluss darüber, ob die Bohnen und die Maniokwurzel weich genug sind. Ich habe die Suppe tatsächlich fast drei Stunden köcheln lassen. Dann waren die Bohnen weich aber bissfest, wie al dente Pasta.

Habt ganz viel Freude mit diesem Rezept! Wer nur die Suppe als Hauptmahlzeit hat, wird ungefähr 2 bis 3 Portionen aus der angegebenen Menge herausbekommen. Traditionell isst man dazu aber Reis, mit dem die Gesamtmenge gleich zwei weitere Personen sättigt.

Für Feedback und Verbesserungsvorschläge bin ich jederzeit offen :)

Verfasst von

Hello! Ich bin Alexa und freue mich, dich auf meinem Blog begrüßen zu dürfen. Diese Erde liegt mir am Herzen und deswegen versuche ich sie jeden Tag ein bisschen besser zu machen - natürlich vegan. Sei dabei und lass dich inspirieren :)

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