Aus Gründen

Massentierhaltung. Umweltschutz. Nachhaltigkeit. Kapitalismus. Konsum. Gesundheit. Gesellschaft.

Gründe, weshalb vegan Leben für mich Sinn macht. Klar, ist es eine Extreme. Aber manchmal braucht es Extreme, bis sich etwas verändert und man einen guten Mittelweg gefunden hat.
Jeder kennt sie, jeder macht die Augen dabei zu, jeder ekelt sich, jeder ist schockiert – von den schrecklichen Videos, in denen man das Ausmaß der Tierquälerei sehen kann – Massentierhaltung. Heutzutage Normalität und weitestgehend akzeptiert. Aber genau das kann nicht sein! Auch jetzt, beim Schreiben, merke ich schon wieder, wie ich innerlich aggressiv werde, wegen dieser unendlichen Ungerechtigkeit! Ja, die armen Schweine! Die armen Hühner, die armen Kühe, die armen Fische… Können sich nicht wehren und werden von dem größten Raubtier dieser Welt, dem Menschen, eingepfercht, gefangen gehalten, gemästet, gehäutet, vollgepumpt mit Medikamenten und in Massen, die kein Mensch verzehren kann, getötet. Davon möchte ich nicht Teil sein, deswegen verzichte ich lieber auf einige Produkte. Mir ist durchaus bewusst, dass nicht mein komplettes Leben durch und durch befreit davon ist, aber auch Kleinvieh macht Mist. Ich denke, jeder kleine Schritt in die richtige Richtung summiert sich mit vielen weiteren kleinen Schritten und wird dann zum Meilenstein. Ich bin also absolut nicht der Meinung „das bringt doch alles nichts“ oder Fan von kritischen Aussagen wie „Aha, du trägst aber einen Ledergürtel? Und was ist mit diesem und jenem Lebensmittel? Das darfst du doch gar nicht, da macht vegan sein keinen Sinn“. Jeder sollte seine eigenen Prioritäten setzen und sich überlegen, ob er den alten Ledergürtel aus unveganer Zeit weg wirft und sich einen neuen, veganen, kauft und damit Ressourcen verschwendet, die nicht sein müssten. Außerdem sollte auch jeder für sich selbst entscheiden, welche Produkte er isst und welche nicht.

Ein weiterer Punkt ist der Umweltschutz. Für die „Tierproduktion“ werden so abartig viele Ressourcen verschwendet, die wir, bald 10 Milliarden Menschen, sicher noch gute gebrauchen könnten. Nach und nach wird die Erde zerstört, durch die Dummheit der Menschen! Dabei brauchen wir sie, unsere Erde. Sie gibt uns so viele wundervolle Dinge wie Früchte, Gemüse, Bäume, Luft, Wasser, Licht, Leben,… also sollten wir auch respektvoll mit ihr umgehen! Leider ist mir bisher keine universelle Lösung eingefallen, aber ich finde, vegan zu leben kommt dem Ganzen schon etwas näher. Wenn auch nicht vollständig und ebenfalls mit Nachteilen behaftet. Auch hier gilt meiner Meinung nach wieder das Prinzip der Prioritätensetzung, man sollte aber immer daran denken, dass man nicht die letzte Person auf dieser Erde ist und die nachfolgenden Generationen gerne noch etwas saubere Luft zum Atmen hätten. Egoismus ist hier eindeutig fehl am Platz!

Das Schöne am veganen Leben ist die Nachhaltigkeit und die Naturverbundenheit. Frisches Obst und Gemüse, eigene Kräuter und Tomaten, Homemade Kitchen im Allgemeinen machen mich so happy. auf der einen Seite ist da das Produkt, das uns von der Natur geschenkt wird und auf der anderen Seite ein klasse Gericht oder einfach ein in der Wertschöpfungskette nach oben gewandertes Endprodukt, das man wirklich selbst gemacht hat. Das ist doch viel schöner, als irgendetwas aus dem Supermarkt, in Plastik verpackt, gespickt mit Zusatzstoffen, dass es knallt. So gewinnen unsere Lebensmittel wieder an Wert und solche Dinge wie Verschwendung und Müllproduktion würden deutlich sinken. Und es schmeckt besser! Argument! ;)
Gesundheit:
Ein weiteres ausschlaggebendes Argument, das mich überzeugte, aus anfänglichem Ausprobieren eine Lebenseinstellung zu machen (wobei ich eigentlich nicht überzeugt werden musste, es war mit der Zeit einfach selbstverständlich) ist der gesundheitliche Aspekt. Anstatt ein, mit Antibiotika gefülltes, Hühnchen gibt es jetzt leckeren Tofu oder einfach nur frisches Gemüse. Anstatt Milch und Käse, die ganz nebenbei sowieso Bauchkrämpfe und Übelkeit verursachen, gibt es jetzt Pflanzenmilch und vegane Aufstriche. So einfach ist es. Seit ich mich vegan ernähre hatte ich nicht eine Hautrötung oder Anzeichen eines Ausschlags (Neurodermitiskind). Auch die Migräneanfälle und die Übelkeit nach eigentlich jedem Essen sind verschwunden.
Ein Hauptfaktor, weshalb ich vegan als eine der gesündesten Ernährungsweisen erachte, ist, dass alles andere fast nicht mehr essbar ist. Jedes Tier wurde mit Medikamenten behandelt, die dann durch den Verzehr in den menschlichen Körper gelangen – weder da noch in den Tieren haben die aber was zu suchen! Auch die Annahme, dass Milch eigentlich nicht verträglich ist, ergibt aus Eigenerfahrung durchaus Sinn.
Irgendwie spielt alles zusammen und ergibt ein Gesamtpaket:

„Heal the world
Make it a better place
For you and for me
And the entire human race“

– Michael Jackson