The (long) way up

Natürlich darf auch in diesem Blog nicht die obligatorische Erklärung fehlen, warum ich überhaupt vegan lebe und wie es dazu kam.  Erstmal vorab: Das ist keine Laune, das ist eine Lebenseinstellung.

Fangen wir chronologisch an: Jahrelang schon war ich Vegetarier, weshalb mir dieser Schritt womöglich einfacher fiel, als so manch anderen, die Fleisch lieben. Das fiel bei mir also sowieso weg. Wie ich auch schon auf Slowly Veggie beschrieben habe, wurde ich durch das Buch von Sarah Schill endgültig „dazu getrieben“ mich mit der veganen Lebensweise auseinander zu setzen. Dieses Buch musste ich für ein Uniseminar lesen – mein Studium war also nicht ganz umsonst ;). An dieser Stelle empfehle ich das Buch natürlich auch. Es liest sich schnell, leicht und vereint Unterhaltung mit Information. Nach und nach konnte ich selbst beobachten, wie ich jedes Essen, das ich zu mir nahm hinterfragte. Irgendwann konnte ich dann einfach nicht mehr so weiter machen wie immer. Erst fiel der Fisch weg (ja, ok, ich war ein pseudo-veggie), dann habe ich immer mehr meiner eingefahrenen Studentenmahlzeiten veganisiert, bis ich zu Weihnachten endlich ein veganes Kochbuch (tatsächlich ein Attila Hildmann, Vegan to go) bekam. Dadurch öffnete ich meinen Speiseplan und meinen Geldbeutel für für mich neue Lebensmittel wie Nussmus and so on. Aus dem anfänglichen Experiment wurde eine Lebensherausforderung.

Man muss schon zugeben, dass es eine Weile dauert, bis man den Dreh raus hat und wirklich immer und überall vegan klar kommt. Anfangs waren da die Ausnahmen beim Essen gehen, Kochen mit Freunden und so weiter. Nach mehreren Monaten vegan entwickelte sich allerdings eine körperliche Abneigung gegen Milchprodukte und nach jedem Verzehr wollte ich am liebsten mit einer Tasse Kamillentee die Magenkrämpfe bekämpfen. Außerdem konnte ich nach und nach kein nicht-veganes Gericht mehr zu mir nehmen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Und so ist es bis heute. Nach 1,5 Jahren vegan kann ich mit Überzeugung sagen, dass es die beste Entscheidung meines Lebens war. Keine Migräneanfälle oder sinnlose Übelkeit nach der Nahrungsaufnahme mehr. Keine permanente Müdigkeit (ich benötige deutlich weniger Schlaf) und kein innerliches Schweregefühl mehr. Stattdessen begleiten mich täglich Vitalität und Gesundheit. Mit Leichtigkeit durchs Leben zu gehen ist eindeutig ein schöneres Gefühl.